Tage des regionalen Wirtschaftens in Magdeburg waren ein Erfolg

17. November 2005 (Frank Jansky)

Der Verein für gewerbliche und kulturelle Vielfalt, Sachsen-Anhalt Regional, veranstaltete in Magdeburg erstmalig „Tage des regionalen Wirtschaftens“.

Gemeinsam mit der BUNDjugend Sachsen-Anhalt wurden bei einer besonderen Stadtführung Dinge sichtbar gemacht, die wir täglich sehen, aber deren unerwünschte und oft unbekannte Nebenwirkungen im Verborgenen bleiben. Die Folgen einer globalisierten Wirtschaft wie lange und umweltbelastetende Transporte, Ausnutzung von Lohndumping und Kinderarbeit in anderen Teilen der Welt, der rücksichtslose Abbau von begrenzten Rohstoffen sowie des freien Kapitalverkehrs wurde an verschiedenen Stationen in der Stadt transparent. Die angebotenen Alternativen, um die Folgen dieser Entwicklung auszugleichen, sind für jedermann einfach zu praktizieren – regionale Währungen für den Einkauf in der Region nutzen.

Bei einem Unternehmerstammtisch im Magdeburger Rayonhaus sprachen Unternehmer über ihre Erfahrungen bei der Nutzung der Regionalwährung. Es bestand Einigkeit, dass die Kaufkraft in der Region bleiben muss, um eine regionale gewerbliche und kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Die Fachhochschule Magdeburg-Stendal war Veranstaltungsort für ein Forum “Regionales Wirtschaften mit regionalem Geld”.

Der BUND informierte über die Rahmenbedingungen für eine Ökonomie, die Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen nimmt. In einem weiteren Vortrag ging es um die Frage nach dem optimalen Währungsraum. Dieser sollte überschaubar und nur so groß sein, dass kein Wohlfahrtverlust für die Menschen eintritt.

Experten aus Theorie und Praxis sowie regionale Akteure erörtern im Anschluss in Arbeitsgruppen die Chancen und Risiken von regionalen Währungen. Im Ergebnis wurden zwischen den Teilnehmern weitere konkrete Umsetzungsschritte vereinbart.

Das Dokumentarfilmessay von Daniel Kunle und Holger Lauinger “Nicht-Mehr / Noch-Nicht” zeigten die Oli-Lichtspiele in Magdeburg.

Ökonomische und demographische Prognosen sagen den radikalen Wandel im zukünftigen Bild vieler Städte voraus. Faktoren wie der demographische Wandel und die Wanderung der Menschen den Geldströmen folgend, hinterlassen in vielen Städten Europas bereits unübersehbare Zeichen und Ratlosigkeit. Brachen werden alltäglich, sie sind die inversen Gesichter der Stadt.

Der Film zeigte aber nicht allein das „Nicht-Mehr“. Die städtischen Brachen geben eine Offenheit und neue Möglichkeitsräume, die von den Menschen genutzt werden wollen.

Eine Chance für uns alle.

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    • Andreas: Die Frage dazu ist, ob es einen Haus-, Autoverkäufer oder Reisebüro gibt welches so viele Taler annimmt und...
    • Peter: Wie ich eben nachträglich erfahren habe, sollte gestern abend (14.1.09) eine Veranstaltung zum URstromtaler in...
    • Mobility begeisterter: CarSharing ist eine gute Sache, es ist jedoch relativ schwierig, andere von der Idee zu...
    • Carsharing: Liebe Freunde, im Zusammenhang mit einem Umbau des lokalen Carsharing-Angebotes gibt es auch...
    • Dominik: Hallo ich habe da mal eine frage wo kann ich den so einen Urstromtaler kaufen oda her bekommen?