13. Juli 2010 (Frank Jansky)
Einladung zur Präsentation des neuen, gemeinsamen Regionalgeldes für Brandenburg und Sachsen Anhalt,
Donnerstag 15.07.2010
17:00 Uhr FH Potsdam
Pappelaalle 8-9, Haus 5, Raum 3.04
Brandenburgs und Sachsen Anhalts Regionalgelder bekommen ein neues Gesicht! Was bisher als Urstromtaler und Havelblüte firmierte, geht jetzt mit einem gemeinsamen Design in die zweite Runde. Gleich von Anfang an dabei ist auch der frisch gebackene Steintaler aus Bad Belzig, der Ende Juni mit der Einführung eines Kontensystems seine Arbeit aufgenommen hat. Alle drei Regiogelder werden zukünftig neben einem gemeinsamen Online-Kontensystem ein gemeinsames Design für die Geldscheine bekommen.
Um das Design kümmerten sich die Studenten der FH-Potsdam aus dem Studiengang Kommunikationsdesign unter kompetenter Anleitung von Frau Prof. Betina Müller. Wie schon bei der Designentwicklung der Havelblüte haben sich die Studenten der Herausforderung gestellt Geldscheine zu entwickeln, die den Ansprüchen einer modernen Währung gerecht werden. Entstanden sind 12 Entwürfe, von denen ein Entwurf als neues gemeinsames Regiogeld für Sachsen Anhalt und Brandenburg in Druck gehen wird. Die Auswahl wird am 15.07. um 17:00 Uhr anlässlich der Ausstellung der Semesterarbeiten, in Anwesenheit von Vertretern aller drei Regiogelder und des jungen Designers, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Hintergrund:
Die zwei etablierten Regiogelder, Urstromtaler und Havelblüte, haben bei ihrer Gründung 2004 und 2006 als Regionalgelder weitgehend Neuland betreten. Bei ihrer bisher ausschließlich ehrenamtlichen Tätigkeit sammelten sie bis heute viele Erfahrungen, die nun in ein neues, gemeinsames Konzept einfließen. Heute geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen, und die Arbeit zu Professionalisieren. Durch die Zusammenlegung der gemeinsam ca. 300 gewerblichen Akzeptanzstellen entstehen weiterhin für alle Teilnehmer mehr Möglichkeiten, ihre Einnahmen auszugeben. Dies dürfte dem Geldfluss und damit dem Wirtschaften in der Region neue Impulse geben.
2003, zur Zeit der Gründung der ersten Regiogeldsysteme in Deutschland schwamm der Euro kurz nach seiner Einführung auf einer euphorischen Welle, war Symbol für Wohlstand und Wachstum in Europa. Inzwischen haben die Finanzmärkte – und mit ihnen der Euro – einiges an Glanz verloren. Regiogeldsysteme sind angetreten Alternativen aufzuzeigen. Sie sind dafür konstruiert die Realwirtschaft zu stärken und Geldsysteme wieder auf ein menschliches Maß zu verpflichten. Kreislaufwirtschaft, Stärkung des Faktors Arbeit gegenüber dem Faktor Vermögen und die Betonung qualitativen Wachstums unserer Wirtschaft an Stelle von fraglosem BIP-Wachstumszwang sind konzeptionelle Bestandteile ihrer Konstruktion.
Hierzu wird auch das neue gemeinsame Geld in unserer Region seinen Beitrag leisten.
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
6. Mai 2010 (Frank Jansky)
Die Generalversammlung der Genossenschaft tagte am 30. April 2010 in Magdeburg. In Anwesenheit von Gästen, wurden die Geschäftsberichte und Finanzberichte vorgestellt. Die Umsatzzahlen mit Regiogeld in Sachsen-Anhalt sind seit der öffentlichen Diskussion über die Finanzkrise rückläufig. Die Anzahl der Akzeptanzpartner hat hingegen zugenommen. Für die Zukunft werden Akzeptanzpartnern Mikrokredite in Regio & Euro angeboten. Die Zusammenarbeit insbesondere mit anderen Regiogeldern in Ostdeutschland wird verstärkt.
Kategorie Veranstaltungen | 0 Kommentare »
13. Oktober 2009 (Frank Jansky)
“Mit neuem Geld aus der Krise? - Können Geldreformen die Wirtschaft zukunftsfähig machen?”
Unter dieser Überschrift haben der Evangelische Hochschulbeirat Magdeburg und
Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt vier Fachleute zur Diskussion eingeladen. Das
Gesprächsforum ist öffentlich und findet am 22.10.2009, 19.00 Uhr, im
Evangelischen Hochschulzentrum Wallonerkirche (Neustädter Str. 6) statt. Die
Gesprächspartner werden sein:
- Dipl.-Kfm. Ralf Becker, Regiogeld e. V.
- Dr. Johannes Engels, Bildungsbeauftragter in Mainz und seit vielen Jahren in der Finanzaufsicht tätig
- Prof. Dr. Roland Geitmann, Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl und Mitglied bei Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e. V.
- Prof. Dr. Horst Gischer, O.v.G.-Universität Magdeburg
Wer für die Krise des Kapitalismus nicht nur die Gier einzelner verantwortlich machen will, muss fragen, welche strukturellen Veränderungen uns einer gerechten und stabilen Wirtschaft näher bringen können. Ob dabei
Regionalwährungen und andere Reform-Ideen zum Geldsystem weiter helfen, ist in der Forschung durchaus strittig.
Im Podium werden engagierte Geldreform-Befürworter mit kritischen Wissenschaftlern im Gespräch sein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Ansprechpartner: Dr. Holger Kaffka, Hochschulpfarrer, Tel. 0391-5432009
Kategorie Veranstaltungen | 0 Kommentare »
9. Oktober 2009 (Frank Jansky)
20 Jahre friedliche Revolution, Aufbruch statt Lethargie. Im Osten geht man produktiv mit den Krisen um, denn im Umgang mit Krisen hat der Osten Erfahrungen: Der gesellschaftliche Umbruch nach 1989 brachte nicht nur viele Verbesserungen, sondern auch ungeahnte ökonomische, demographische und soziale Probleme, zu denen es bisher keine befriedigenden Lösungen gibt. Dort wo die Politik eher ratlos erscheint, haben Menschen vor Ort die Krisen als Chance und Herausforderung begriffen und sind neue, eigene Wege gegangen. Die Anzahl der “changemaker” ist groß und ebenso die Spannbreite der Bereiche, in denen sie Veränderungen auf den Weg bringen. Dabei sind Wirtschaftsunternehmen mit innovativen Technologien, kleine Firmen der Kreativbranche, Komunen mit neuen Konzepten zur Daseinsvorsorge ihrer Einwohner. 30 dieser Akteure, die den Wandel voranbringen, werden in dem Buch “Zukunft erfinden” aus dem Ch. Links Verlag vorgestellt. Auch das Regiogeld in Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören dazu.
In der Süddeutschen Zeitung vom 2./3./4. Oktober wurde unter der Überschrift »Die tun was – Kleine Befreiungsschläge: Ein Buch für den Aufbau-Ost-Minister« das Buchprojekt »Zukunft erfinden – Kreative Projekte in Ostdeutschland« positiv besprochen.
Am 5. Oktober wurde das Buch in Berlin den Akteuren und der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Rande der Präsentation lernten sich Akteure kennen und sprachen über Synergien. Die Zukunft bleibt spannend.
Weitere Informationen über das Buch finden Interessenten auf www.zukunft-ostdeutschland.de oder direkt auf der Verlagshomepage.
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
29. September 2009 (Frank Jansky)
Seit 4 Jahren gibt es regionales Geld in Sachsen-Anhalt in Papierform. Nun ist es auch in barer Münze im Umlauf. Auf der Vorderseite ist ein Rotmilan abgebildet. Der Rotmilan lebt in Sachsen-Anhalt und ist in seinem Bestand gefährdet. Weiterhin ist der Nennwert von 5 Regio und eine Umschrift “Vielfalt erhalten” geprägt. Die Rückseite der Münze wurde mit dem Symbol des Regiogeld-Verbandes und der Umschrift “ökonomisch * ökologisch * sozial”, den Eckwerten für eine nachhaltige Wirtschaftsweise gestaltet. Die Herstellung der Münze wurde finanziell unterstützt von der Kreisgruppe Jerichower Land des BUND Sachsen-Anhalt. Wie das Papiergeld wird auch die Münze von der Urstromtaler Genossenschaft zur Verfügung gestellt. Inhaber eines Regiogeld-Kontos können sich die Münze bei einer Barauszahlung vom Konto auszahlen lasssen. Weitere Interessierte, die noch nicht über ein Regiogeld-Konto verfügen, können die Münze für 5 Euro kaufen.
Kategorie Zahlungssystem, so funktionierts | 0 Kommentare »